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Fahren auf dem Mittelstreifen

Das Fahren auf dem Mittelstreifen birgt für Motorradfahrer viele Risiken. Dennoch wird die Straßenmarkierung in der Mitte der Straße zum schnellen Durchkommen durch Staus verwendet.Vorteile bei diesem Manöver hat man dann, wenn man ein schmales Motorrad fährt. So lässt es sich einfacher an den stehenden Autos rechts und links vorbei schlängeln.

Wichtig ist natürlich gerade bei solch einem gewagten Vorgehen, eine gute Motorrad Schutzkleidung zu tragen, um im Fall der Fälle optimal ausgerüstet zu sein. Denn mit unvorhersehbaren Verhalten der Autofahrer ist immer zu rechnen. Zu einer optimalen Motorradschutzkleidung gehört eine Motorradhose, Motorradhelm, spezielle Motorradhandschuhe und die richtige Motorradjacke. Jeder der einmal einen Unfall ohne richtige Motorradschutzbekleidung hatte, weiß wie wichtig diese ist, um Verletzungen vorzubeugen.

Die Gefahr fährt immer mit

Beim Fahren auf dem Mittelstreifen besteht die Gefahr, von den Autofahrern leicht übersehen zu werden. Viele Autofahrer setzen den Schulterblick entweder nur halb, oder überhaupt nicht richtig um. Vor allem, weil sie nicht mit einem Motorradfahrer auf dem Mittelstreifen rechnen. Ein weiteres Risiko beim Überholen auf der Fahrbahnmarkierung, ist der unvorhersehbare Verlauf des Staus. So kann es schnell passieren, dass der Motorradfahrer zu schnell an den stehenden und nur langsam bewegenden Autos vorbeizieht.

Das folgende Video zeigt wie gefährlich die Fahrt auf dem Mittelstreifen für einen Motorradfahr werden kann. Das Video auf dem der Unfall zu sehen ist, wurde bereits sehr oft in YouTube angesehen. Für viele Menschen ist dieser Unfall unvermeidlich. Wir stellen uns jedoch die Frage, ob der Unfall nicht vielleicht doch vermeidbar gewesen wäre.

 

Der Motorradfahrer auf dem Video, war bei dem schmerzhaften Unfall zum Glück nicht lebensgefährlich verletzt worden. Die auf dem Motorradhelm montierte Kamera, machte die Aufnahme des Unfallhergangs erst möglich. Der hauptsächliche Grund für den Unfall war, dass zwei Menschen zur gleichen Zeit am selben Ort, etwas dummes und unüberlegtes getan haben. Der Motorradfahrer fährt eine schmale Kawasaki Ninja 300, die gut für Anfänger geeignet ist. Zudem ist sie geradezu ideal, um durch den engen Verkehr zu gleiten.

Die Kawasaki Ninja 300 ist ein schickes, wendiges und schnelles Motorrad, welches optimal für sportliche Führerscheinneulinge geeignet ist.

Motorrad Schutzkleidung ist überlebenswichtig!

Am Ende des Videos sieht man, dass der Motorradfahrer alle nötige Motorrad Schutzkleidung trägt, die man benötigt um diesen Unfall zu überlegen. Der hochwertige Motorradhelm, neben der sicheren Motorradkleidung und den festen Motorradschuhen, bieten dem Fahrer der Kawasaki den optimalen Schutz. Welche Motorradhandschuhe er trägt, lässt sich auf dem Video nicht erkennen.

Zurück zum Unfallhergang

Der Fahrer im Ford macht zu Beginn des Videos eine minimale Bewegung nach rechts. Bereits hier erkennt ein erfahrener Motorradfahrer die mögliche Gefahr eines Spurwechsels. Das Problem ist natürlich auch, dass der Fahrer des Fords nicht nach rechts blinkt.

Sekunde 0,5 im Video.

Sekunde 0,5

Wir wissen leider nicht, wie die Verkehrsbedingungen vor dem Aufnahmezeitpunkt waren. Somit lässt sich das genaue Fahrverhalten des Motorradfahrers nicht optimal analysieren. Die verdunkelten Scheiben des Fords, tragen auch ihren Teil zum übersehen des Motorradfahrers bei. Eine Ursache wird jedoch der fehlende Blick über die Schulter des Autofahrers gewesen sein. Der Motorradfahrer macht den Fehler, dass er seine Fahrweise nicht an den Verkehr anpasst. Er fährt mit 40 km/h an den fast stehenden Autos vorbei und kann so nicht mehr rechtzeitig reagieren. Dem Kawasaki Fahrer hätte auch der langsam fahrende BMW auffallen müssen, der die Lücke für einen möglichen Spurwechsel schafft.

Es kann natürlich sein, dass die Geschwindigkeit des Motorradfahrers vor fünf Sekunden genau die richtige gewesen ist, aber gerade bei dichtem Verkehr, kann sich die Verkehrslage schnell ändern. So ist eine Geschwindigkeit von 40 oder 30 Kilometer die Stunde viel zu hoch, wenn die Autos Platz zum Rangieren haben.
Was man auch immer bedenken muss ist, dass viele Autofahrer sehr ungeduldig sind, wenn es einmal nicht schnell voran geht. Daraus resultiert, dass viele ungeduldige Autofahrer von der Linken Fahrbahn, auf die rechte Spur wechseln und umgekehrt. Mit einem Motorradfahrer auf dem Mittelstreifen rechnen die wenigsten. So kommt es schnell zu einem Unfall, wie in dem Video gut zu sehen ist.

Eine Fahrt auf dem Mittelstreifen, kann für einen Motorradfahrer aber auch ohne einen Unfall enden, nämlich dann, wenn man mit Bedacht und Übersicht fährt.

So kann man als Motorradfahrer bei fast stehendem Verkehr, gut an den Autos vorbeifahren, hier besteht keine Gefahr, dass plötzlich ein Auto die Spur wechselt, da einfach keinen Platz für ein solches Manöver vorhanden ist.
Eine Gefahr gibt es aber dennoch und die geht wiederum von den unberechenbaren Autofahrern aus, es kann vorkommen, dass bei stehenden Autos plötzlich die Türe eines Autos aufgeht und man dann als Motorradfahrer auf dem Mittelstreifen nicht mehr bremsen kann. Deswegen sollte man als Motorradfahrer auch bei stehenden Autos nur langsam auf dem Mittelstreifen fahren.

Sekunde 0,6 im Video.

Sekunde 0,6

Eine halbe Sekunde vor dem Aufprall zeigt der Tacho des Ninja Fahrers immer noch 40 Km/h an. Der BMW fährt gerade auf seiner Spur und sieht womöglich den Motorradfahrer auch nicht kommen, sonst hätte er noch ein wenig nach rechts fahren und so dem Kawasaki Fahrer etwas Platz für ein Ausweichmanöver schaffen können. Im weiteren Verlauf den Videos, fährt der Ford Fahrer leicht nach rechts. Erst jetzt kurz vor dem Aufprall bemerkt der Motorradfahrer das Vorhaben des Autofahrers und die daraus resultierende Gefahr.

Wenn man auf den rechten Reifen des Ford schaut, kann man gleich erkennen, dass der Autofahrer in die freie Lücke nach rechts fahren möchte. Der beste Weg dies zu erkennen, ist wenn man als Motorradfahrer auf die Oberseite des Rades in Verbindung mit dem Rad Bogen schaut. Der Fahrer der Kawasaki Ninja 300 hat nun wenig Zeit eine Entscheidung zu treffen. Hier können nur ein schneller Reflex und ein Ausweichmanöver nach rechts in die freie Lücke den Unfall noch verhindern.

Sekunde 0,8 im Video.

 

Sekunde 0,8

Im weiteren Verlauf sieht man gut wie der Motorradfahrer leicht nach rechts fährt um dem Auto noch ausweichen zu können. Der Motorradfahrer kann immer noch denken, dass der Autofahrer wieder zurück auf seine Spur fährt, vielleicht unternimmt er auch gerade deswegen keine Anstrengungen zu bremsen.
Als Motorrad Anfänger sollte man lieber langsam fahren, um in solchen Situationen genug Zeit zu haben, die richtige Entscheidung treffen zu können.

Erfahrene Motorradfahrer können auch eine schnellere Fahrweise an den Tag legen, da sie gefährliche Situationen schneller erkennen und sofort wissen wie sie weiter vorgehen müssen, um einen möglichen Unfall zu verhindern. Womöglich hätte bei dieser hohen Geschwindigkeit aber auch ein erfahrener Motorradfahrer den Unfall nicht mehr verhindern können.

Sekunde 1,0 im Video.

 

Sekunde 1,0

Im weiteren Unfallhergang kollidiert der linke Außenspiegel und Motorradlenker mit dem rechten Rückspiegel des Autos. Durch den heftigen Aufprall verliert der Motorradfahrer die Kontrolle und stürzt. Wenn der Ninja Fahrer in der Situation nur 20 Km/h gefahren wäre, hätte er wohl den Unfall noch verhindern können.
In dem Video ist zu erkennen, dass der stürzende Motorradfahrer reflexartig die Hand ausstreckt, um den Aufprall abzufedern.

Der Motorradfahrer reagiert instinktiv richtig und schützt so seinen Kopf beim Aufprall.

Zum Glück bewegt sich der Verkehr nur langsam, sodass er nicht von einem Auto überfahren wird.

Die Ersthelfer reagieren richtig

Im weiteren Verlauf des Videos sieht man wie der Motorradfahrer regungslos am Boden liegt. Viele Autofahrer sind ausgestiegen um dem gestürzten Motorradfahrer zu helfen. Um ihn von seinen Schmerzen abzulenken, sprechen sie auf den verletzten Motorradfahrer ein.

In der Minute 2,17 sind die Rettungskräfte bereits informiert.

 

Die Rettungskräfte sind schnell Vor Ort

Am Ende des Videos sieht man, wie die Rettungskräfte eintreffen und den verletzten Motorradfahrer abtransportieren. Der verletzte Motorradfahrer fragt sogar mehrmals im Video nach, ob Seine Kamera an ist. Vermutlich war er sich bewusst, dass sein Unfall Video ein echter Renner im Netz werden wird. Da der Unfall durch das Fehlverhalten des Autofahrers sowie des Motorradfahrers hervorgerufen wurde, sind beide für den Unfall verantwortlich.

In der Minute 9,19 treffen die ersten Rettungskräfte ein.

Die Lehre des Videos

Egal ob Auto- oder Motorradfahrer. Im Straßenverkehr sollten alle Verkehrsteilnehmer vorsichtiger und vorausschauender fahren. So könnten viele Unfälle vermieden werden. Lässt man beispielsweise zu dem vorderen Fahrzeug einen größeren Abstand, so hat man mehr Zeit zum Bremsen, da sich die Reaktionszeit deutlich erhöht. Ebenfalls ist es wichtig sich nicht von Menschen und Dingen neben der Straße ablenken zu lassen. Auch das benutzen des Handys während der Fahrt, kann schnell zu einem Unfall führen.

 

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Wacht öfter neben seinem Motorrad, als neben seiner Freundin auf!