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Helm abnehmen, aber richtig: Erste Hilfe bei Motorradfahrern

Der Motorradhelm muss immer runter bei einem Unfall: Wer Zeuge eines Unfalls wird, ist verpflichtet, erste Hilfe zu leisten. Besondere Fragen stellen sich für Ersthelfer bei einem Motorradunfall. Eine der häufigsten Fragen ist, ob der Motorradhelm abgenommen werden muss. Die Antwort auf diese Frage lautet kurz „JA“.

Gerade wenn der Motorradfahrer nicht ansprechbar ist, gilt es für den Ersthelfer behutsam den Helm abzunehmen. Um den Motorradfahrer bestmöglich zu schützen, sollten hier mehrere Ersthelfer gleichzeitig anpacken umso die größtmögliche Sorgfalt bei der Helmabnahme gewährleisten zu können.

Als Erstes muss der Motorradfahrer in Rücklage gebracht werden. Ein Ersthelfer sollte sich dann oberhalb des Kopfes platzieren und den Kopf des Motorradfahrers festhalten. Der andere Ersthelfer platziert sich neben dem Motorradfahrer um vorsichtig das Visier und den Verschluss des Helms zu öffnen.

Falls vorhanden muss die Brille, Halstuch oder andere ähnliches entfernt werden. Der seitliche Helfer stabilisiert nun den Kopf und die Halswirbelsäule. Nun kann der Ersthelfer oberhalb des Kopfes den Helm vorsichtig und langsam nach oben ziehen. Unerlässlich ist hierbei den Kopf und die Halswirbelsäule zu stabilisieren. Eine Ausnahme gilt, wenn der Motorradfahrer ansprechbar ist und Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule hat oder sich nicht bewegen kann.

Wie kontrolliert man die Atmung?

Wenn der Verletzte nicht auf Anfassen und Ansprechen reagiert, muss die Atmung kontrolliert werden. Hierzu muss der Motorradhelm abgenommen und der Kopf überstreckt werden.
Wenn man sich über den verletzten beugt und einen Blick auf den Brustkorb wirft, sieht man, ob sich der Brustkorb hebt und senkt. Auch kann man den Atem spüren oder hören.

Wenn keine Atmung auszumachen ist, muss sofort mit der Wiederbelebung begonnen werden. Hierzu 30 Herzdruckmassagen und zwei Atemspenden, bis der Rettungswagen eintrifft.

Dürfen bewusstlose Motorradfahrer in die stabile Seitenlage gebracht werden?

Ja vorausgesetzt der Motorradfahrer atmet normal und selbstständig. Ist das der Fall kann er, nachdem der Helm abgenommen wurde in eine stabile Seitenlage gebracht werden. So bleiben im Falle von Erbrechen die Atemwege frei. Zum Schutz einer möglichen Lähmung sollte der Kopf so wenig wie möglich bewegt werden.

Sollen man Unfallopfer entkleiden?

Nein. Enganliegende Motorradbekleidung kann wie ein Druckverband dienen und so stark blutende Wunden und innere Verletzungen schützen. Zudem hilft auch die wärmende Funktion, die dafür sorgt, dass der verletzte nicht unterkühlt. Aus diesem Grund sollten verunglückte auch im Sommer in eine Rettungsdecke aus dem Verbandskasten gehüllt werden.

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Wacht öfter neben seinem Motorrad, als neben seiner Freundin auf!

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